Krypto-Steuer-
Rechner (DE)
Schätze die mögliche Steuerlast auf deine Krypto-Gewinne in Deutschland. Nach mehr als einem Jahr Haltedauer sind Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften steuerfrei.
Wie der Rechner deine Krypto-Steuer berechnet
Der Krypto-Steuer-Rechner schätzt kostenlos, wie viel Steuer 2026 auf deine Gewinne aus Kryptowährungen anfällt. Wer seine Steuern berechnen will, muss nur drei Angaben machen: Gewinn, Haltedauer und Steuersatz. Grundlage ist die Besteuerung von Kryptowährungen in Deutschland: Bitcoin, Ethereum und andere Coins gelten steuerlich als sonstige Wirtschaftsgüter. Verkaufst du sie aus dem Privatvermögen, liegt ein privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 EStG vor. Ob und wie viel du versteuern musst, entscheiden drei Faktoren, und genau diese drei fragt der Rechner ab. Berechne deine Krypto-Steuern also ruhig in mehreren Szenarien durch, das dauert jeweils nur Sekunden.
1. Die Haltefrist: mehr als ein Jahr bedeutet steuerfrei
Verkaufst du Kryptowährungen nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr, sind die Gewinne komplett steuerfrei, egal wie hoch sie ausfallen. Wählst du im Rechner „Mehr als 1 Jahr", zeigt er deshalb immer 0 Euro an. Liegt der Verkauf innerhalb eines Jahres nach dem Kauf, ist der Gewinn grundsätzlich steuerpflichtig.
2. Die Freigrenze von 1.000 Euro pro Jahr
Für kurzfristige Gewinne aus dem Verkauf gilt eine Freigrenze von 1.000 € pro Jahr, und zwar für alle privaten Veräußerungsgeschäfte eines Steuerjahres zusammen. Wichtig: Es ist eine Freigrenze, kein Freibetrag. Bleibst du unter 1.000 Euro, musst du keine Steuern zahlen. Liegst du auch nur einen Euro darüber, wird der gesamte Gewinn besteuert, nicht nur der Teil oberhalb der Grenze. Der Rechner bildet genau dieses Alles-oder-nichts-Prinzip ab.
3. Dein persönlicher Steuersatz
Anders als Aktiengewinne werden Krypto-Gewinne nicht mit der Abgeltungsteuer von 25 Prozent belegt, sondern mit deinem persönlichen Einkommensteuersatz. Der hängt von deinem Gesamteinkommen ab und liegt zwischen 0 und 45 Prozent. Der Rechner multipliziert den steuerpflichtigen Gewinn mit dem persönlichen Steuersatz, den du eingibst. Kennst du deinen Grenzsteuersatz nicht genau, ist 30 Prozent für mittlere Einkommen eine brauchbare Annäherung; wer es genau wissen will, fragt den Steuerbescheid oder den Steuerberater.
Beispielrechnungen: Gewinne berechnen in drei Szenarien
So liest du das Ergebnis des Rechners in typischen Fällen:
| Szenario | Gewinn | Haltedauer | Steuersatz | Geschätzte Steuer |
|---|---|---|---|---|
| Unter der Freigrenze | 800 € | unter 1 Jahr | 30 % | 0 € (unter 1.000 € pro Jahr) |
| Über der Freigrenze | 3.000 € | unter 1 Jahr | 30 % | 900 € (der gesamte Gewinn wird versteuert) |
| Nach der Haltefrist | 25.000 € | über 1 Jahr | egal | 0 € (komplett steuerfrei) |
Das zweite Beispiel zeigt die Tücke der Freigrenze: Bei 3.000 Euro Gewinn ist nicht die Differenz zu 1.000 Euro steuerpflichtig, sondern der volle Betrag. Bei einem Steuersatz von 30 Prozent macht das 900 Euro Steuerlast.
Bei mehreren Käufen gilt für die Berechnung in der Regel die FIFO-Methode: Die zuerst gekauften Coins gelten als zuerst verkauft. Das bestimmt, welcher Einstandskurs zählt, und damit deinen Gewinn oder Verlust aus dem Verkauf. Den reinen Kursgewinn vor Steuern kannst du vorab mit dem Gewinn-Rechner ermitteln und das Ergebnis hier eintragen.
Was der Rechner nicht abdeckt
Der Rechner ist bewusst einfach gehalten und deckt den häufigsten Fall ab: Kauf und Verkauf von Kryptowährungen im Privatvermögen. Einige Konstellationen behandelt er nicht:
- Staking und Lending: Staking-Rewards zählen als sonstige Einkünfte. Für sie gilt eine eigene Freigrenze von 256 Euro pro Jahr, nicht die 1.000-Euro-Grenze. Maßgeblich ist der Marktwert beim Zufluss der Rewards.
- Mining: Auch Einkünfte aus Mining sind in der Regel sonstige Einkünfte, bei größerem Umfang sogar gewerblich. Sie laufen steuerlich getrennt von privaten Veräußerungsgeschäften.
- Tausch von Krypto zu Krypto: Ein Tausch, etwa Bitcoin gegen Ethereum, gilt steuerlich als Verkauf und kann eine Steuer auslösen. Der Rechner betrachtet nur einen einzelnen, bereits ermittelten Gewinnbetrag.
- Verluste verrechnen: Einen Verlust aus privaten Veräußerungsgeschäften kannst du mit Gewinnen desselben Jahres verrechnen, Reste per Verlustvortrag in Folgejahre mitnehmen. Private Veräußerungsgeschäfte eines Jahres werden dabei zusammengerechnet; trage hier den bereits saldierten Betrag ein.
- DeFi, NFTs und Derivate: Für DeFi-Erträge und komplexere Produkte gelten teils eigene Regeln. Solche Fälle gehören in fachkundige Hände.
Rechner oder Krypto-Steuer-Software?
Für eine schnelle Schätzung reicht dieser kostenlose Steuerrechner. Hast du aber viele Transaktionen über mehrere Börsen und Wallets verteilt, wird die manuelle Berechnung schnell unübersichtlich. Dafür gibt es spezialisierte Tools wie CoinTracking oder Blockpit: Sie importieren jede Transaktion automatisch, wenden FIFO an, verrechnen Gewinne und Verluste und erstellen einen fertigen Steuerreport für die Krypto-Steuererklärung oder für deinen Steuerberater. Ein solcher Steuerbericht ersetzt die grobe Schätzung hier nicht, er ergänzt sie: erst überschlagen, dann sauber dokumentieren. Wir sind mit keinem dieser Anbieter verbunden und nennen sie nur zur Einordnung.
Tipp: Exportiere die Transaktionshistorie deiner Börse regelmäßig. Welche Anbieter saubere Exporte und deutsche Steuerberichte bieten, zeigt unser Krypto-Börsen-Vergleich.
Krypto-Steuern 2026: die Regeln im Detail
Haltefrist, Freigrenze, Anlage SO in der Steuererklärung, Nachweise für das Finanzamt: Die Krypto-Besteuerung in Deutschland hat einige Feinheiten, die über diesen Rechner hinausgehen. Alle Regeln mit Beispielen und Spartipps findest du im Ratgeber Krypto-Steuern 2026.