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Vergleich · Gebühren

Günstigste
Krypto-Börsen

Die Handelsgebühren machen langfristig einen großen Unterschied. In diesem Vergleich sind alle EU-regulierten Krypto-Börsen nach ihren Handelsgebühren sortiert, von günstig nach teuer.

OKX

01
8,7/ 10
MiCA ✓ #1 Empfehlung
  • Sehr niedrige Trading-Gebühren (ab 0,10 %)
  • MiCA-Lizenz über Malta
  • Großes Coin-Angebot

Finst

02
8,6/ 10
MiCA ✓ #2 Alternative
  • Günstigste Gebühren im Vergleich (0,15 %)
  • MiCA-lizenziert (Niederlande)
  • Getrennte Verwahrung der Kundengelder

BSDEX

03
8,1/ 10
MiCA ✓ #3 Alternative
  • Deutsche Handelsplattform der Börse Stuttgart
  • Echter Orderbuchhandel
  • Niedrige Gebühren (0,20 %)

Sortiert nach: niedrigste Handelsgebühr zuerst. Die Score-Spalte zeigt die unabhängig davon ermittelte Gesamtwertung.

#BörseScoreGebühr abCoins SEPAMiCA
01 OKX 8,7 0,10 % 320+ gratis ✓ Ja Zur Börse
02 Finst 8,6 0,15 % 55+ gratis ✓ Ja Zur Börse
03 BSDEX 8,1 0,20 % 25+ gratis ✓ Ja Zur Börse
04 Bitvavo 9,4 0,25 % 390+ gratis ✓ Ja Zur Börse
05 Kraken 9,0 0,25 % 340+ gratis ✓ Ja Zur Börse
06 Bitstamp 8,3 0,40 % 85+ gratis ✓ Ja Zur Börse
07 Coinbase 8,4 0,60 % 250+ gratis ✓ Ja Zur Börse
08 Bison 8,5 0,69 % 30+ gratis ✓ Ja Zur Börse
09 eToro 8,0 1,00 % 100+ gratis ✓ Ja Zur Börse
10 Bitpanda 9,2 1,49 % 600+ gratis ✓ Ja Zur Börse

Bei den Kosten zählt nicht nur die reine Handelsgebühr, sondern auch der Spread sowie Gebühren für Ein- und Auszahlung. Anbieter wie Finst, OKX und Bitvavo bieten die niedrigsten Handelsgebühren, während Plattformen mit Spread-Modell (z. B. Bitpanda, eToro) tendenziell teurer sind.

Achte darauf, ob SEPA-Ein- und Auszahlungen kostenlos sind, das ist bei den meisten Top-Anbietern der Fall.

Krypto Börse Gebühren im Vergleich: diese vier Kostenarten zählen

Wer Kryptowährungen kaufen möchte, schaut meist zuerst auf die beworbene Handelsgebühr. Für einen ehrlichen Vergleich der Krypto-Börsen reicht das nicht, denn die Kosten eines Trades setzen sich aus bis zu vier Bausteinen zusammen. Erst wenn du alle vier kennst, erkennst du, welche Plattform für den Handel mit Kryptowährungen wirklich günstig ist und wo versteckte Gebühren lauern.

1. Handelsgebühr (Maker und Taker)

Die Handelsgebühr fällt bei jedem Kauf und Verkauf an und wird als Prozentsatz des Ordervolumens berechnet. Viele Börsen unterscheiden dabei Maker-Gebühren (du stellst eine neue Order ins Orderbuch) und Taker-Gebühren (du bedienst eine bestehende Order). In unserem Vergleich der EU-regulierten Anbieter reicht die Spanne von 0,15 % bei Finst über 0,20 % bei der BSDEX und 0,25 % bei Bitvavo bis zu 0,60 % im einfachen Kaufmodus von Coinbase. Nominal am niedrigsten liegt OKX mit 0,08 % Maker und 0,10 % Taker, Stand Juli 2026.

2. Spread: der unsichtbare Aufschlag auf den Marktpreis

Der Spread ist die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs. Broker-Plattformen wie Bitpanda (Spread ca. 1,49 %), eToro (ca. 1 %) oder Bison (ca. 0,69 %) weisen keine separate Handelsgebühr aus, sondern rechnen ihre Kosten komplett über den Spread ab. Das wirkt auf den ersten Blick wie null Gebühren, ist in Summe aber häufig teurer als eine klassische Börse mit Orderbuch und niedriger Handelsgebühr. Auch bei günstigen Börsen wie Bitvavo oder Finst existiert ein Spread, er ist dort aber gering. Je exotischer die Kryptowährung und je dünner die Liquidität, desto größer wird der Aufschlag.

3. Gebühren für Einzahlung und Auszahlung

Die gute Nachricht: SEPA-Einzahlungen sind bei fast allen Anbieterinnen und Anbietern aus unserem Vergleich kostenlos, etwa bei Bitvavo, Bitpanda, Bison, Finst und der BSDEX. Unterschiede gibt es bei der Auszahlung: Kraken berechnet für SEPA-Auszahlungen ab 0,90 €, eToro verlangt eine Gebühr je Auszahlung. Deutlich teurer wird es, wenn du per Kreditkarte einzahlst, hier schlagen die meisten Plattformen einen spürbaren Aufschlag drauf. Für regelmäßige Käufe ist die SEPA-Überweisung fast immer der günstigste Weg, Kryptowährungen zu kaufen.

4. Netzwerkgebühr beim Transfer in die eigene Wallet

Willst du Bitcoin, Ethereum oder andere Coins von der Börse in eine eigene Wallet übertragen, um sie selbst zu verwahren, fällt zusätzlich eine Netzwerkgebühr an. Sie geht nicht an die Plattform, sondern an das jeweilige Blockchain-Netzwerk, und ihre Höhe schwankt mit der Auslastung. Manche Börsen reichen die Netzwerkgebühr direkt durch, andere schlagen etwas auf. Wer seine Kryptowährungen regelmäßig auf eine eigene Wallet abhebt, sollte diesen Posten im Gebühren-Vergleich nicht ignorieren.

Gesamtkostenrechnung: was ein Kauf über 1.000 Euro wirklich kostet

Wie stark sich die Modelle unterscheiden, zeigt eine einfache Beispielrechnung. Angenommen, du kaufst einmalig Bitcoin im Wert von 1.000 Euro per SEPA-Einzahlung, jeweils im Standard-Modus des Anbieters (Stand Juli 2026):

AnbieterKostenmodellKosten bei 1.000 € Kauf
Finst0,15 % Handelsgebühr, geringer Spreadca. 1,50 €
Bitvavo0,25 % Handelsgebühr, geringer Spreadca. 2,50 €
BitpandaKosten im Spread enthalten, ca. 1,49 %ca. 14,90 €

Zwischen der günstigsten und der teuersten Variante liegt beim selben Kauf also mehr als das Neunfache. Und die Rechnung gilt doppelt: Beim späteren Verkauf fällt die Gebühr erneut an, aus 14,90 € werden dann rund 30 € für Kauf und Verkauf zusammen. Wer per Sparplan jeden Monat investiert, multipliziert den Unterschied über Jahre. Bei 100 € monatlich und niedrigen Gebühren von 0,25 % zahlst du im Jahr rund 3 €, beim Spread-Modell mit 1,49 % sind es knapp 18 €, Jahr für Jahr.

Wie stark Gebühren deine Rendite tatsächlich drücken, kannst du mit unserem Krypto Gewinn-Rechner durchspielen: Trage dort einfach Kauf- und Verkaufsgebühr ein, dann siehst du deinen Netto-Gewinn statt der Brutto-Kursdifferenz.

Versteckte Gebühren: hier verstecken sich Kosten

Versteckte Gebühren sind selten echte Geheimnisse, sie stehen im Preisverzeichnis, nur eben nicht auf der Startseite. Auf diese Posten solltest du beim Vergleich achten:

  • Spread statt Gebühr: Wirbt eine Plattform mit null Handelsgebühren, steckt der Preis praktisch immer im Spread. Vergleiche den angezeigten Kaufkurs mit dem aktuellen Marktpreis.
  • Teurer Einfach-Modus: Coinbase verlangt im einfachen Kaufmodus bis zu 1,49 % Taker-Gebühr, über Coinbase Advanced sinken die Kosten deutlich. Ähnlich bei Kraken: Der simple Kauf-Modus ist teurer, über Kraken Pro handelst du erheblich günstiger.
  • Kreditkarten-Aufschlag: Einzahlungen per Kreditkarte kosten je nach Anbieter deutlich mehr als eine SEPA-Überweisung.
  • Auszahlungsgebühren: Bei eToro fällt eine Gebühr je Auszahlung an, bei Kraken kostet die SEPA-Auszahlung ab 0,90 €.
  • Netzwerkgebühren mit Aufschlag: Prüfe, ob die Börse beim Transfer auf die eigene Wallet nur die tatsächliche Netzwerkgebühr durchreicht.

Wann eine teurere Plattform trotzdem sinnvoll ist

Niedrige Gebühren sind das wichtigste, aber nicht das einzige Kriterium. Es gibt gute Gründe, bewusst einen etwas teureren, seriösen Anbieter zu wählen:

  • Alles an einem Ort: Bitpanda bündelt über 600 Assets, darunter Kryptowährungen, Aktien und ETFs sowie Edelmetalle, in einer App. Wer ohnehin mehrere Anlageklassen bespart, zahlt den höheren Spread für den Komfort einer einzigen Plattform.
  • Deutsche Regulierung: Bison und die BSDEX gehören zur Gruppe Börse Stuttgart und werden von der BaFin beaufsichtigt. Für sicherheitsbewusste Einsteiger kann dieses Vertrauensplus wichtiger sein als 0,3 Prozentpunkte Gebühren-Unterschied.
  • Breite Auswahl: Wer viele verschiedene Kryptowährungen handeln will, ist bei Bitvavo mit über 390 Kryptowährungen oder OKX mit rund 320 Coins besser aufgehoben als beim schlanken Angebot von Finst oder der BSDEX.
  • Profi-Trading: Aktive Trader brauchen Orderarten, Charts und Liquidität. Kraken ist im einfachen Modus nicht der günstigste Anbieter, über Kraken Pro aber eine der stärksten Trading-Plattformen Europas.
  • Maximale Bekanntheit: Coinbase ist börsennotiert und stark reguliert. Wer dafür im Standard-Modus mehr zahlt, bekommt eine besonders etablierte Marke.

Wichtig ist außerdem der Blick auf die Lizenz: Seit Juli 2026 dürfen nur noch MiCA-lizenzierte Börsen Kundinnen und Kunden in der EU bedienen. Binance hat seinen Lizenzantrag zurückgezogen und ist damit keine reguläre Option mehr, egal wie günstig die Gebühren dort waren. Wer bisher bei Binance Kryptowährungen gehandelt hat, findet unter den lizenzierten Börsen mehrere günstige Alternativen. Auch Neobroker wie Trade Republic sind für den reinen Kryptohandel eine Alternative, allerdings ohne die Möglichkeit, Coins auf eine eigene Wallet zu übertragen wie bei einer echten Krypto-Börse. Eine Übersicht aller getesteten Anbieter findest du in unserem großen Krypto-Börsen Vergleich.

So senkst du deine Kosten beim Handel mit Kryptowährungen

  • Zahle per SEPA-Überweisung ein statt per Kreditkarte.
  • Nutze bei Coinbase und Kraken die Advanced- bzw. Pro-Oberfläche statt des einfachen Kaufmodus.
  • Handle liquide Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum, dort ist der Spread am geringsten.
  • Prüfe vor dem Kauf von Kryptowährungen das vollständige Preisverzeichnis, nicht nur die beworbene Gebühr.
  • Setze für regelmäßige Käufe einen Sparplan bei einem Anbieter mit niedrigen Handelsgebühren auf, etwa bei Finst oder Bitvavo.
  • Sammle kleine Käufe zu größeren Orders, wenn dein Anbieter Mindestgebühren berechnet.
  • Rechne vor dem Verkauf mit ein, dass die Handelsgebühr ein zweites Mal anfällt.

Kurz gesagt: Die günstigste Krypto-Börse ist die, deren Gesamtkosten aus Handelsgebühr, Spread und Nebenkosten zu deinem Nutzungsverhalten passen. Für die meisten Anlegerinnen und Anleger in Deutschland sind das aktuell Finst, die BSDEX, Bitvavo oder OKX. Wer über Jahre in Kryptowährungen investieren möchte, sollte die Gesamtkosten einmal konkret durchrechnen, denn der Unterschied summiert sich. Alle Angaben Stand Juli 2026, laut Anbieter, Konditionen können sich ändern.

Häufige Fragen

Welche Krypto-Börse hat die niedrigsten Gebühren?
Aktuell gehören OKX (ab 0,10 %), Finst (0,15 %), die BSDEX (0,20 %) und Bitvavo (0,25 %) zu den günstigsten EU-regulierten Anbietern (Stand Juli 2026).
Was ist der Unterschied zwischen Handelsgebühr und Spread?
Die Handelsgebühr wird offen als Prozentsatz der Order ausgewiesen. Der Spread ist der Aufschlag zwischen Marktpreis und deinem Kauf- oder Verkaufskurs. Broker wie Bitpanda oder eToro rechnen ihre Kosten komplett über den Spread ab.
Gibt es versteckte Gebühren bei Krypto-Börsen?
Ja, typisch sind Spread-Aufschläge bei Anbietern ohne ausgewiesene Handelsgebühr, teurere Einfach-Kaufmodi, Kreditkarten-Aufschläge, Auszahlungsgebühren und Netzwerkgebühren beim Transfer auf die eigene Wallet.
Sind SEPA-Einzahlungen kostenlos?
Bei den meisten Top-Börsen wie Bitvavo, Bitpanda, Bison, Finst und der BSDEX sind SEPA-Einzahlungen kostenlos. Bei Auszahlungen verlangen einzelne Anbieter wie Kraken oder eToro eine kleine Gebühr.
Wie kann ich beim Krypto-Handel Gebühren sparen?
Per SEPA einzahlen, die Pro- oder Advanced-Oberfläche nutzen, liquide Coins handeln und einen Anbieter mit niedriger Handelsgebühr wie Finst oder Bitvavo wählen. Die Wirkung auf deine Rendite zeigt dir der Gewinn-Rechner.