OKX
- Sehr niedrige Trading-Gebühren (ab 0,10 %)
- MiCA-Lizenz über Malta
- Großes Coin-Angebot
Die Handelsgebühren machen langfristig einen großen Unterschied. In diesem Vergleich sind alle EU-regulierten Krypto-Börsen nach ihren Handelsgebühren sortiert, von günstig nach teuer.
Sortiert nach: niedrigste Handelsgebühr zuerst. Die Score-Spalte zeigt die unabhängig davon ermittelte Gesamtwertung.
| # | Börse | Score | Gebühr ab | Coins | SEPA | MiCA | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01 | OOKX | 8,7 | 0,10 % | 320+ | gratis | ✓ Ja | Zur Börse |
| 02 | FFinst | 8,6 | 0,15 % | 55+ | gratis | ✓ Ja | Zur Börse |
| 03 | XBSDEX | 8,1 | 0,20 % | 25+ | gratis | ✓ Ja | Zur Börse |
| 04 | BBitvavo | 9,4 | 0,25 % | 390+ | gratis | ✓ Ja | Zur Börse |
| 05 | KKraken | 9,0 | 0,25 % | 340+ | gratis | ✓ Ja | Zur Börse |
| 06 | TBitstamp | 8,3 | 0,40 % | 85+ | gratis | ✓ Ja | Zur Börse |
| 07 | CCoinbase | 8,4 | 0,60 % | 250+ | gratis | ✓ Ja | Zur Börse |
| 08 | SBison | 8,5 | 0,69 % | 30+ | gratis | ✓ Ja | Zur Börse |
| 09 | EeToro | 8,0 | 1,00 % | 100+ | gratis | ✓ Ja | Zur Börse |
| 10 | PBitpanda | 9,2 | 1,49 % | 600+ | gratis | ✓ Ja | Zur Börse |
Bei den Kosten zählt nicht nur die reine Handelsgebühr, sondern auch der Spread sowie Gebühren für Ein- und Auszahlung. Anbieter wie Finst, OKX und Bitvavo bieten die niedrigsten Handelsgebühren, während Plattformen mit Spread-Modell (z. B. Bitpanda, eToro) tendenziell teurer sind.
Achte darauf, ob SEPA-Ein- und Auszahlungen kostenlos sind, das ist bei den meisten Top-Anbietern der Fall.
Wer Kryptowährungen kaufen möchte, schaut meist zuerst auf die beworbene Handelsgebühr. Für einen ehrlichen Vergleich der Krypto-Börsen reicht das nicht, denn die Kosten eines Trades setzen sich aus bis zu vier Bausteinen zusammen. Erst wenn du alle vier kennst, erkennst du, welche Plattform für den Handel mit Kryptowährungen wirklich günstig ist und wo versteckte Gebühren lauern.
Die Handelsgebühr fällt bei jedem Kauf und Verkauf an und wird als Prozentsatz des Ordervolumens berechnet. Viele Börsen unterscheiden dabei Maker-Gebühren (du stellst eine neue Order ins Orderbuch) und Taker-Gebühren (du bedienst eine bestehende Order). In unserem Vergleich der EU-regulierten Anbieter reicht die Spanne von 0,15 % bei Finst über 0,20 % bei der BSDEX und 0,25 % bei Bitvavo bis zu 0,60 % im einfachen Kaufmodus von Coinbase. Nominal am niedrigsten liegt OKX mit 0,08 % Maker und 0,10 % Taker, Stand Juli 2026.
Der Spread ist die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs. Broker-Plattformen wie Bitpanda (Spread ca. 1,49 %), eToro (ca. 1 %) oder Bison (ca. 0,69 %) weisen keine separate Handelsgebühr aus, sondern rechnen ihre Kosten komplett über den Spread ab. Das wirkt auf den ersten Blick wie null Gebühren, ist in Summe aber häufig teurer als eine klassische Börse mit Orderbuch und niedriger Handelsgebühr. Auch bei günstigen Börsen wie Bitvavo oder Finst existiert ein Spread, er ist dort aber gering. Je exotischer die Kryptowährung und je dünner die Liquidität, desto größer wird der Aufschlag.
Die gute Nachricht: SEPA-Einzahlungen sind bei fast allen Anbieterinnen und Anbietern aus unserem Vergleich kostenlos, etwa bei Bitvavo, Bitpanda, Bison, Finst und der BSDEX. Unterschiede gibt es bei der Auszahlung: Kraken berechnet für SEPA-Auszahlungen ab 0,90 €, eToro verlangt eine Gebühr je Auszahlung. Deutlich teurer wird es, wenn du per Kreditkarte einzahlst, hier schlagen die meisten Plattformen einen spürbaren Aufschlag drauf. Für regelmäßige Käufe ist die SEPA-Überweisung fast immer der günstigste Weg, Kryptowährungen zu kaufen.
Willst du Bitcoin, Ethereum oder andere Coins von der Börse in eine eigene Wallet übertragen, um sie selbst zu verwahren, fällt zusätzlich eine Netzwerkgebühr an. Sie geht nicht an die Plattform, sondern an das jeweilige Blockchain-Netzwerk, und ihre Höhe schwankt mit der Auslastung. Manche Börsen reichen die Netzwerkgebühr direkt durch, andere schlagen etwas auf. Wer seine Kryptowährungen regelmäßig auf eine eigene Wallet abhebt, sollte diesen Posten im Gebühren-Vergleich nicht ignorieren.
Wie stark sich die Modelle unterscheiden, zeigt eine einfache Beispielrechnung. Angenommen, du kaufst einmalig Bitcoin im Wert von 1.000 Euro per SEPA-Einzahlung, jeweils im Standard-Modus des Anbieters (Stand Juli 2026):
| Anbieter | Kostenmodell | Kosten bei 1.000 € Kauf |
|---|---|---|
| Finst | 0,15 % Handelsgebühr, geringer Spread | ca. 1,50 € |
| Bitvavo | 0,25 % Handelsgebühr, geringer Spread | ca. 2,50 € |
| Bitpanda | Kosten im Spread enthalten, ca. 1,49 % | ca. 14,90 € |
Zwischen der günstigsten und der teuersten Variante liegt beim selben Kauf also mehr als das Neunfache. Und die Rechnung gilt doppelt: Beim späteren Verkauf fällt die Gebühr erneut an, aus 14,90 € werden dann rund 30 € für Kauf und Verkauf zusammen. Wer per Sparplan jeden Monat investiert, multipliziert den Unterschied über Jahre. Bei 100 € monatlich und niedrigen Gebühren von 0,25 % zahlst du im Jahr rund 3 €, beim Spread-Modell mit 1,49 % sind es knapp 18 €, Jahr für Jahr.
Wie stark Gebühren deine Rendite tatsächlich drücken, kannst du mit unserem Krypto Gewinn-Rechner durchspielen: Trage dort einfach Kauf- und Verkaufsgebühr ein, dann siehst du deinen Netto-Gewinn statt der Brutto-Kursdifferenz.
Versteckte Gebühren sind selten echte Geheimnisse, sie stehen im Preisverzeichnis, nur eben nicht auf der Startseite. Auf diese Posten solltest du beim Vergleich achten:
Niedrige Gebühren sind das wichtigste, aber nicht das einzige Kriterium. Es gibt gute Gründe, bewusst einen etwas teureren, seriösen Anbieter zu wählen:
Wichtig ist außerdem der Blick auf die Lizenz: Seit Juli 2026 dürfen nur noch MiCA-lizenzierte Börsen Kundinnen und Kunden in der EU bedienen. Binance hat seinen Lizenzantrag zurückgezogen und ist damit keine reguläre Option mehr, egal wie günstig die Gebühren dort waren. Wer bisher bei Binance Kryptowährungen gehandelt hat, findet unter den lizenzierten Börsen mehrere günstige Alternativen. Auch Neobroker wie Trade Republic sind für den reinen Kryptohandel eine Alternative, allerdings ohne die Möglichkeit, Coins auf eine eigene Wallet zu übertragen wie bei einer echten Krypto-Börse. Eine Übersicht aller getesteten Anbieter findest du in unserem großen Krypto-Börsen Vergleich.
Kurz gesagt: Die günstigste Krypto-Börse ist die, deren Gesamtkosten aus Handelsgebühr, Spread und Nebenkosten zu deinem Nutzungsverhalten passen. Für die meisten Anlegerinnen und Anleger in Deutschland sind das aktuell Finst, die BSDEX, Bitvavo oder OKX. Wer über Jahre in Kryptowährungen investieren möchte, sollte die Gesamtkosten einmal konkret durchrechnen, denn der Unterschied summiert sich. Alle Angaben Stand Juli 2026, laut Anbieter, Konditionen können sich ändern.