BörsenKryptowährungenRechnerMarktdatenRatgeber Börsen vergleichen
Einstieg

Krypto kaufen 2026: Kryptowährungen kaufen Schritt für Schritt

Redaktion sociocybernetics.eu · 8 Min. · Aktualisiert 22. August 2026

Kryptowährungen kaufen ist 2026 so einfach wie nie: Du eröffnest ein Konto bei einer regulierten Krypto-Börse, zahlst per SEPA-Überweisung ein und kaufst Bitcoin, Ethereum und Co mit wenigen Klicks. Wer zum ersten Mal Bitcoin gekauft hat, merkt schnell: Der Vorgang ist kaum komplizierter als ein Online-Einkauf. Diese Anleitung führt dich Schritt für Schritt durch den ersten Kauf, zeigt dir seriöse Anbieter aus unserem Test von 10 EU-regulierten Börsen und erklärt, welche Gebühren anfallen, wie du deine Coins verwahrst und was steuerlich gilt.

Krypto kaufen in 5 Schritten: die Anleitung

Der Ablauf ist bei fast allen Handelsplattformen gleich, egal ob du Bitcoin, Ethereum oder eine andere Kryptowährung kaufen möchtest. So gehst du vor:

Schritt 1: Seriöse Krypto-Börse wählen

Die wichtigste Entscheidung triffst du vor dem Kauf: bei welchem Anbieter du handelst. Seit dem 1. Juli 2026 dürfen nur noch Kryptobörsen mit gültiger MiCA-Lizenz Kundinnen und Kunden in der EU regulär bedienen. Die MiCA-Regulierung greift seit Ende 2024, die Übergangsfristen liefen 2025 und Mitte 2026 aus. Nutze für den Handel mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen deshalb ausschließlich regulierte Anbieter, also lizenzierte Börsen (englisch: Exchange) oder Broker mit EU-Aufsicht. Unsere drei Empfehlungen für Einsteiger findest du weiter unten, den kompletten Vergleich aller getesteten Handelsplattformen in unserem Krypto-Börsen-Vergleich.

Schritt 2: Konto eröffnen und verifizieren

Die Kontoeröffnung dauert nur wenige Minuten. Du registrierst dich mit E-Mail-Adresse und Passwort und bestätigst danach deine Identität (KYC-Verifizierung), meist per Ausweis und kurzer Video- oder Foto-Prüfung. Diese Verifizierung ist bei allen regulierten Anbietern Pflicht und schützt dich zugleich, denn sie ist ein Kernbestandteil der Regulierung gegen Geldwäsche und Betrug.

Schritt 3: Geld einzahlen (SEPA, Kreditkarte oder PayPal)

Nach der Freischaltung zahlst du Euro auf dein Börsenkonto ein. Die günstigste Methode ist fast immer die SEPA-Überweisung: Bei den meisten Top-Börsen ist sie kostenlos, dauert aber bis zu einem Bankarbeitstag. Wer es schnell und einfach will, kann je nach Anbieter auch Kreditkarte, Sofortüberweisung, Apple Pay, Google Pay oder PayPal nutzen, dafür fallen allerdings oft Zusatzgebühren an. PayPal wird zum Beispiel von Coinbase und eToro unterstützt.

Schritt 4: Kryptowährung kaufen

Jetzt kommt der eigentliche Kauf: Du wählst die gewünschte Kryptowährung aus, gibst den Betrag in Euro ein und bestätigst die Order. Ganze Bitcoins muss niemand kaufen: Du erwirbst beliebige Bruchteile, bei vielen Anbietern schon ab 1 Euro. Für 100 Euro bekommst du also einfach den entsprechenden Bruchteil eines Bitcoin, und auch wer nur für 25 Euro Bitcoins kaufen möchte, kann das tun. Verkaufen funktioniert später über dieselbe Oberfläche: Du wählst den Coin, gibst den Betrag ein und verkaufst zum aktuellen Kurs. Kauf und Verkauf dauern jeweils nur Sekunden. Praktisch für Einsteiger: Mit einem Sparplan kaufst du automatisch in festen Abständen und glättest so den Einstiegskurs (Cost-Average-Effekt), statt den perfekten Zeitpunkt erwischen zu müssen.

Schritt 5: Coins verwahren (Börse oder eigene Wallet)

Nach dem Kauf liegen deine Coins in der Verwahrung der Börse. Für kleinere Beträge ist das bei einem regulierten Anbieter in Ordnung. Wer größere Summen hält, sollte die Coins in eine eigene Wallet übertragen. Mehr dazu im Abschnitt zur Sicherheit.

Welche Börse zum Krypto-Kaufen? Unsere 3 Empfehlungen

Wir haben 10 EU-regulierte Börsen getestet und bewertet. Für den ersten Kauf empfehlen wir diese drei Anbieter (Stand: Juli 2026):

Bitvavo: günstig und einfach

Bitvavo kombiniert sehr niedrige Gebühren (0,25 % pro Order) mit einer aufgeräumten, deutschsprachigen App. SEPA-Ein- und Auszahlungen sind kostenlos, das Angebot umfasst über 390 Kryptowährungen. Für die meisten Einsteiger die rundeste Wahl.

Bitpanda: maximal einsteigerfreundlich

Bitpanda aus Wien ist BaFin-registriert und die einsteigerfreundlichste Plattform im Test. Neben über 600 Assets gibt es auch Aktien, ETFs und Edelmetalle an einem Ort. Die Kosten sind im Spread enthalten (rund 1,49 %) und damit höher als bei Bitvavo.

Bison: der deutsche Anbieter

Bison ist die App der Gruppe Börse Stuttgart und damit ein deutscher, BaFin-regulierter Anbieter mit besonders einfacher Bedienung. Das Angebot ist mit rund 30 Coins bewusst schlank, SEPA-Zahlungen sind kostenlos, der Spread liegt bei etwa 0,69 %.

Fortgeschrittene Anleger mit Fokus auf aktives Trading schauen sich eher Kraken oder Coinbase (im Advanced-Modus) an. Einen ausführlichen Vergleich für den Start findest du unter beste Krypto-Börse für Anfänger.

Welche Kryptowährungen eignen sich für Einsteiger?

Eine Anlageempfehlung für einzelne Coins gibt es von uns nicht, aber eine ehrliche Einordnung. Die meisten Anleger, die zum ersten Mal in Bitcoin investieren oder Kryptowährungen kaufen und verkaufen wollen, starten mit den beiden größten Coins nach Marktkapitalisierung:

  • Bitcoin (BTC): die älteste und bekannteste Kryptowährung. Bitcoin ist auf 21 Millionen Einheiten begrenzt, dezentral organisiert und wird von vielen Anlegern als digitales Wertaufbewahrungsmittel betrachtet. Der Kurs entsteht rein aus Angebot und Nachfrage. Wie der Kauf von Bitcoin im Detail funktioniert, zeigt unsere separate Schritt-für-Schritt-Anleitung für Bitcoin.
  • Ethereum (ETH): die zweitgrößte Kryptowährung und technische Basis vieler Blockchain-Anwendungen, von Smart Contracts bis zu tokenisierten Vermögenswerten.

Dahinter folgen tausende kleinere Coins, deren Risiko deutlich höher ist. Grundsätzlich gilt: Kryptowährungen sind digitale Zahlungsmittel und Anlageobjekte auf Basis der Blockchain, keine Aktie und kein Anspruch auf ein Unternehmen. Sie sind spekulativ, starke Kursschwankungen sind normal. Kurse, Kennzahlen und Profile der wichtigsten Coins, von Bitcoin über Ethereum und Co bis zu kleineren Projekten, findest du in unserer Kryptowährungen-Übersicht.

Kosten: Diese Gebühren fallen beim Kauf an

Beim Kauf und Verkauf von Kryptowährungen zahlst du je nach Anbieter unterschiedliche Kosten. Vier Posten solltest du kennen:

  • Handelsgebühr: prozentuale Gebühr pro Order, bei günstigen Börsen zwischen 0,10 % und 0,25 %.
  • Spread: Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Broker-Modelle wie Bitpanda oder Bison rechnen ihre Kosten über den Spread ab.
  • Ein- und Auszahlungsgebühren: SEPA ist meist kostenlos, Kreditkarte und PayPal kosten oft extra.
  • Netzwerkgebühren: fallen an, wenn du Coins als Transaktion auf eine externe Wallet versendest, nicht beim Kauf selbst.
AnbieterKosten pro KaufSEPA-Einzahlung
Bitvavo0,25 % Ordergebührkostenlos
Bisonca. 0,69 % Spreadkostenlos
Bitpandaca. 1,49 % Spreadkostenlos

Ein Rechenbeispiel: Wer für 500 Euro kauft, zahlt bei einer Gebühr von 0,25 % nur 1,25 Euro, bei 1,49 % Spread dagegen rund 7,45 Euro. Beim Kauf über teure Zahlungswege wie Kreditkarte können schnell 2 bis 4 % zusätzlich anfallen.

Sicherheit: Börse oder eigene Wallet?

Kryptowährungen liegen nach dem Kauf zunächst in der Verwahrung des Anbieters. Regulierte Börsen müssen Kundenbestände getrennt vom Firmenvermögen halten, das hat die Lage für Anleger deutlich verbessert. Trotzdem gilt der Grundsatz, dass volle Kontrolle nur die eigene Wallet bietet. Wallets gibt es in zwei Varianten:

  • Hot Wallet: Software-Wallet auf Smartphone oder Rechner. Praktisch für kleine Beträge, aber mit dem Internet verbunden.
  • Cold Wallet: Hardware-Wallet (zum Beispiel von Ledger oder Trezor), die deine Schlüssel offline speichert. Der Standard für größere Summen.

Wenn du Coins von der Börse auf deine eigene Wallet übertragen willst, brauchst du nur die Empfangsadresse; das Transferieren dauert je nach Blockchain Sekunden bis Minuten, und solche Transaktionen kosten eine kleine Netzwerkgebühr. Wichtig: Notiere die Seed-Phrase deiner Wallet offline und gib sie niemals weiter. Wer sie kennt, kontrolliert deine Coins.

Steuern: Das gilt beim Verkauf

Der Kauf selbst ist steuerlich unproblematisch, relevant wird es beim Verkauf. Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen sind in Deutschland private Veräußerungsgeschäfte: Hältst du deine Coins länger als ein Jahr, sind Gewinne komplett steuerfrei. Verkaufst du früher, musst du Gewinne oberhalb der Freigrenze von 1.000 Euro pro Jahr mit deinem persönlichen Einkommensteuersatz versteuern. Alle Details, auch zu Staking und Verlustverrechnung, findest du in unserem Ratgeber Krypto-Steuern 2026.

Krypto, Aktien oder ETFs: Was ist der Unterschied?

Anders als eine Aktie verbrieft eine Kryptowährung keinen Unternehmensanteil und schüttet keine Dividende aus. Wer Krypto-Exposure lieber im Depot abbilden will, kann auf börsengehandelte Produkte (Exchange Traded Products) ausweichen; echte Spot-Bitcoin-ETFs sind bislang vor allem in den USA zugelassen, in Deutschland handelst du stattdessen ETNs oder ETPs. Der Direktkauf über eine Krypto-Börse bleibt der einzige Weg, bei dem dir die Coins tatsächlich gehören und du sie auf eine eigene Wallet übertragen kannst.

Risikohinweis: Kryptowährungen unterliegen starken Kursschwankungen und sind spekulative Anlagen. Investiere nur Geld, dessen Verlust du verkraften kannst. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.

Häufige Fragen

Wo kauft man am besten Krypto?
Bei einer MiCA-regulierten Krypto-Börse mit niedrigen Gebühren. In unserem Test schneiden Bitvavo (günstig und einfach), Bitpanda (besonders einsteigerfreundlich) und Bison (deutscher Anbieter) am besten für Einsteiger ab.
Wie viel Geld brauche ich, um Krypto zu kaufen?
Bei den meisten Börsen startest du schon ab 1 Euro. Du kaufst einfach Bruchteile eines Coins, für 100 Euro bekommst du also den entsprechenden Anteil eines Bitcoin.
Kann ich Kryptowährungen mit PayPal kaufen?
Ja, unter anderem bei Coinbase und eToro. Die SEPA-Überweisung ist aber fast immer die günstigere Einzahlungsmethode.
Welche Gebühren fallen beim Krypto-Kauf an?
Je nach Anbieter eine Handelsgebühr (ab etwa 0,10 bis 0,25 %) oder ein Spread (etwa 0,69 bis 1,49 %). Dazu können Kosten für Einzahlungen per Karte oder PayPal kommen, SEPA ist meist kostenlos.
Muss ich Gewinne versteuern?
Nach über einem Jahr Haltedauer sind Gewinne steuerfrei. Bei kürzerer Haltedauer gilt die Freigrenze von 1.000 Euro pro Jahr, darüber wird der gesamte Gewinn mit dem persönlichen Steuersatz versteuert.
Ist Krypto kaufen sicher?
Der Kauf über regulierte Anbieter ist heute gut abgesichert. Das Kursrisiko bleibt jedoch bestehen, und für größere Bestände empfiehlt sich die Selbstverwahrung auf einer Hardware-Wallet.
Risikohinweis: Der Handel mit Kryptowährungen ist mit erheblichen Risiken bis zum Totalverlust verbunden. Die Inhalte dieser Seite stellen keine Anlageberatung dar.